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20. August 2017

Die den HERRN lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht! Richter 5,31

Sind Sie ein Sonntagskind? Es scheint fast, als ob die Losung einen Königsweg offeriert, um es zu werden. Man muss nur Gott lieben, dann geht die Sonne auf.
Das Versprechen hat es in sich. Wer aufgeht, wie die Sonne in ihrer Pracht, ist mehr als nur ein Star! Aber stimmt das Bild? Oder holt man sich nur einen zünftigen Sonnenbrand, wenn man sich darauf verlässt?

Es ist ein feiner und doch entscheidender Unterschied, ob ich Gott liebe, um selber prächtig aufzugehen, oder ob ich Gott liebe, weil ich mich in seiner Liebe sonnen will. Wenn aber die Liebe einen Zweck hat, ist sie keine Liebe mehr. Licht und Wärme werden den Gottliebhabern versprochen. Das Wort will keine Handlungsanweisung sein: «Tu dies, dann geht es dir besser.» Es ist vielmehr ein Wort, das die Sonne aufgehen lässt. Es macht, was es sagt und ist darin dem Aaronitischen Segen (4. Mose 6.24–26) verwandt. Mit dem feinen und entscheidenden Unterschied, dass beim Segen Gott die Sonne ist! Man kann – in diesem Licht besehen – über den Überschwang der Verheissung staunen und sich fragen, ob er immer angebracht ist. Ich denke, es wird ein Geheimnis angesprochen. Dass diejenigen, die lieben, sich dem anverwandeln, den sie lieben. Sie sind Geliebte. Darum fällt auf die Liebenden der Glanz der Sonne. Oder neutestamentlich: Denen, die Gott lieben, werden alle Dinge zum Besten dienen (Römer 8,28). Mit anderen Worten: Wenn Sie regelmässig Bolderntexte lesen, sind Sie garantiert ein Sonntagskind!

Von: Ralph Kunz

 

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