Als der Pharao sah, dass Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz. 2. Mose 9,34
Es geht hier um das Ende der siebten der furchtbaren Plagen,
die den Pharao und sein Land Ägypten heimsuchten, bevor
er die durch Fronarbeit unterdrückten Israeliten endlich ausziehen
liess.
Nach dieser Zerstörung durch Hagel und Überschwemmungen
musste Gott noch drei weitere Katastrophen über
Ägypten kommen lassen! Nach der zehnten setzt das Volk
Israel das Passahfests ein, dann folgt die Flucht mit dem Zug
durch das Schilfmeer und in die Wüste mit der Verkündung
der Zehn Gebote am Berg Sinai und schliesslich die vierzig
Jahre Wüstenwanderung vor dem Einzug ins gelobte Land.
Insgesamt eine grosse mythologische Erzählung von der
Befreiung Israels aus alten Machtstrukturen und dem Beginn
seiner ganz besonderen Beziehung zu Gott. Jan Assmann
sagt dazu: «Menschendienst bedeutet Unterdrückung –
Gottesdienst bedeutet Befreiung» (Exodus. Die Revolution
der Alten Welt).
Es gehört zu dieser Befreiungserzählung dazu, dass der
Unterdrücker, die alte Macht, unbelehrbar ist, und das
drückt sich im heutigen Vers der Losungen deutlich aus.
Aber sie hat nicht ewig Bestand. Das ist für mich ein Trost
angesichts der heutigen Mächte, die die Welt dominieren.
Gott gebe und erhalte uns den Mut zu neuen Wegen!
Von: Elisabeth Raiser-von Weiszäcker