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7. März

So mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dir gebiete. Jeremia 1,17

Wünschen wir uns das nicht manchmal, dass endlich mal
jemand sagt, was überall und allgemeinverbindlich zu predigen
– oder zu sagen – ist? Die katholische Kirche nennt
es das Lehramt und das Kirchenrecht, die evangelischen
nennen es die vorherrschende Lehre und das Kirchenrecht.
Die Relevanz beider Ansätze für das tägliche Leben ist eher
bescheiden. Ich fange mal anders an:
Ich bin ein Glaubender, der als junger Mann für sich
erkannt hat, dass das konsequente Leben und die Erzählungen
von und über Jesus ein guter Kompass für mein weiteres
Leben sind. Über die Jahre ist diese Überzeugung immer mal
wieder schwer ins Wanken geraten, inklusive der Frage nach
der Relevanz von Gott.
Predigt in einem ganz anderen Sinne hat mir dann häufig
wieder in die Spur verholfen; ich bin immer wieder Menschen
in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen begegnet,
die manchmal ein ausserordentliches, aber meistens
ein ganz normales Leben lebten und die ihr Leben nach
der Liebe zu Menschen und der ganzen Schöpfung ausgerichtet
haben. Das haben sie nicht gesagt, aber ich habe es
gesehen und gespürt, in der Art und Weise, wie sie sprachen
und lebten. Dann habe ich entdeckt, dass sie auch an Jesus
Glaubende sind – und das war für mich gelebte Predigt, ganz
ohne Schnörkel und ganz ohne Gebot.

Von: Rolf Bielefeld

 

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