Meine Wohnung soll unter ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein! Hesekiel 37,27
Gerhard Tersteegen veröffentlichte 1729 das Lied «Komm
in mir wohnen, lass mein’ Geist auf Erden dir ein Heiligtum
noch werden; komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre,
dass ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sitz und steh,
lass mich dich erblicken und vor dir mich bücken.» In verschiedenen
Gemeinden, die ich besuche, wird dieses Lied
auch heute noch oft und gerne gesungen. Wie sieht es bei
dir/euch, Lars, in Bühler im Kanton Appenzell aus?
Na klar. Wir singen das Lied in Bühler auch sehr gerne. Neben
dem Landsgemeindelied (520) ist das eines meiner Lieblingslieder
aus dem Gesangbuch. In Strophe vier zeigt Tersteegen,
wie er sich dieses Wohnungnehmen Gottes in uns vorstellt.
Das sagt er so schön: «Ich in dir, du in mir, lass mich ganz
verschwinden, dich nur sehen und finden.» Mit diesem Wort
beschreibt Tersteegen seine eigenen Erfahrungen
mit dem Herzensgebet. Er war nicht nur Erweckungsprediger,
sondern hat den Menschen auch diese Gebetsübung als Hausaufgabe
mit auf den Weg gegeben. Das hat nachhaltig gewirkt. Als
Seelsorger begleitete Tersteegen viele Menschen auf ihrem
geistlichen Weg.
Wer mehr über Tersteegen wissen möchte: Auf meinem You-
Tube-Kanal stehen inzwischen über ein Dutzend Videos über
Tersteegen bereit. http://www.youtube.com/@Mystikundich
Von: Chatrina Gaudenz und Lars Syring